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Freitag, 9. Mai 2014

Wissen Sie, was und wer Sie sind?


Blöde Frage, klar; Sie kennen Ihren Namen und Ihre (bisherige) Lebensgeschichte und wissen wer Sie sind. Nur, gibt es auch Aspekte von Ihnen die Sie zwar sind, aber die Sie nicht oder nur bedingt kennen?

Ja, sicher; da ist zum Beispiel unser Unterbewusstsein. Obwohl wir dieses nicht wirklich kennen, hat es einen sehr starken Einfluss auf uns. So gibt es einmal den unbewussten Teil in uns, den wir als unseren "Automaten" bezeichnen könnten. Er steuert unseren Körper; lässt also unser Herz schlagen, atmet selbstständig, regelt unsere Verdauung, ermöglicht, dass wir uns bewegen können und, und, und...
Genau so wichtig wie diese körperlichen Steuerungen ist aber, was und wie unser Unterbewusstsein unser Denken und unsere "automatisierten" Handlungen festlegt. So übernehmen wir Werte, Glaubenssätze, Verhaltensstrukturen und Handlungsprinzipien aus unserer Umgebung - z.B. von den Eltern, von unseren Vorbildern, aus der Schule, den Medien, usw. Diese werden dann laufend mit unseren selbst gemachten Erfahrungen verknüpft und aufgrund unserer entstandenen Gefühle entsprechend bewertet. Zusammen mit dem zusätzlich erworbenen Wissen (wir lernen sehr vieles unbewusst; - oder haben Sie z.B. als 2-jähriges Kleinkind bewusst angefangen "Sprache" zu erlernen?) bilden diese drei Aspekte (übernommenes Wissen, übernommene Werte und die damit gemachten und durch uns bewerteten Erfahrungen) die Basis unseres Denkens und Handelns. Wir alle haben also gegenüber (quasi) Allem ganz bestimmte Vorstellungen (Glauben), obwohl uns diese vielfach gar nicht bewusst sind und denken und handeln auf diesen Grundlagen; auch hier, meistens ohne dass uns dies bewusst ist.

Warum dies wichtig ist? Weil wir auf das was wir Gegenwart (genau jetzt mit irgend einer Situation konfrontiert werden) nennen, also entsprechend "automatisch" reagieren. Wenn wir -egal mit was - im Jetzt konfrontiert werden (das oder das passiert), reagieren wir auf der Basis dieser drei in uns individuell angelegten und verbundenen Aspekten. Je nach Situation die uns im Leben begegnet, reagieren wir also "positiv" und bejahen diese Situation oder wollen diese umgekehrt (je nachdem von "eher" bis hin zu "um jeden Preis") vermeiden. Und weil wir alle mit einer Kraft ausgestattet sind - derer wir uns vielfach ebenfalls nicht bewusst sind -, die unser Denken in Schöpfung umwandeln kann und diese mit unserer entsprechenden (unbewussten) Vorstellung entsprechend "füttern", erleben wir dann zu einem späteren Zeitpunkt wiederum ähnliche (positive/negative) Gegenwart. Besonders "hinterhältig" ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass unser Unterbewusstsein keine Verneinung kennt. Wenn wir also diese Gegenwarts-Situation früher schon einmal negativ erfahren haben und dies zu Leid und Schmerz führte und wir dies aufgrund dieser Erfahrung unbedingt vermeiden wollen (dies oder das wollen wir "nicht"), hilft ausgerechnet diese Kraft, genau das was wir vermeiden wollen erneut zu erleben. Wir sind also in einer Art "Gedanken/Denken/Handlungs-Hamsterrad" gefangen und schöpfen so vielfach immer wieder gleiche oder sehr ähnliche Situationen, die wir zu einem späteren Zeitpunkt erneut als "leidvolle" Gegenwart erfahren - und dies ohne zu wissen warum.

Wenn und je mehr uns wir dessen Bewusst werden, haben wir natürlich die Möglichkeit, die früher übernommenen Werte und Glaubensmuster zu hinterfragen und bisherige Vorstellungen zu verändern. Dadurch ändern sich entsprechend auch unsere Gedanken, unser Denken und unser Handeln und somit - über die Zeit - zwangsläufig auch unsere zukünftig in diesem Zusammenhang zu erfahrende Gegenwart. Wir fangen also an, bis zu einem Grad bewusste Entscheidungs- und Handlungsfreiheit zu erlangen, die unser Leben in der Regel einfacher gestalten lässt.

Damit gelangen wir näher an unser Potential, schöpfen es aber bei Weitem noch nicht aus. Auch wenn wir dies vielfach sehr lange nicht akzeptieren wollen, gibt es in uns nämlich noch einen weiteren Teil den man als das "Überbewusste" benennen könnte. Dieses Überbewusste ist weder messbar noch körperlich und könnte daher als "Geheimnis des Lebens" bezeichnet werden. Es ist unsere Quelle aus der wir kommen und sind und aus der alle Kraft entsteht mit der wir unsere eigene Realität (zukünftige Gegenwart) schöpfen und manifestieren können. Also das, was uns in dieser Form als menschliches Individuum das "Lebendig-werden und Lebendig-sein" überhaupt erst ermöglicht.

Wir sind also so gesehen viel mehr als wir (in der Regel) von uns selbst kennen. Dieses "Höhere Selbst" ist verbunden mit und partizipiert an "Allem was ist". Wir können es "unser Göttliches oder das Lichtvolle in uns" nennen; also das was wir bevor wir auf diese Welt geboren wurden immer waren, - trotz der Tatsache, dass wir es vielfach vergessen haben - sind und auch nach unserem körperlichen Tod immer sein werden; vollständige Wesen, die eine individuelle Seele haben und mit und durch diese Seele die Vollkommenheit aller unendlichen Möglichkeiten in dieser durch uns selbst geschaffenen Wirklichkeit, körperlich mit all unseren Sinnen und Gefühlen erleben und erfahren möchten.

Dieses Höhere Selbst - unser wahres Potential - erschliessen zu können bedingt, es in einem ersten Schritt (in uns) zu akzeptieren (das es "da" noch etwas Unerklärbares gibt, das uns gleichzeitig Angst macht und uns dennoch anzieht), es in einem nächsten Schritt anzunehmen (also das uns bekannte "ICH" mit seinen bisherigen Erfahrungen und dem Wunsch nach grösstmöglicher Kontrolle und Sicherheit mehr und mehr aufzugeben) und uns mit diesem "Ganzen/Höherem" bewusst und aktiv zu verbinden (Loslassen und ins Vertrauen gehen) und in einem dritten Schritt uns quasi vollständig von und durch dieses "Höhere" mit Hilfe der Intuition, der Kreativität und der uns durch dieses Höhere gezeigten Möglichkeiten lenken zu lassen.

Bewusst verbinden können wir uns mit diesem Überbewussten, in dem wir in die Stille gehen. Also alles was mit "entschleunigen", mit "innehalten" und bewusstes nach "innen gehen" zu tun hat, führt uns zu unserer Quelle, dem wahrhaftigen Sein. Aus und in dieser Quelle ist vollständiger Frieden, unendliche Kraft und vollkommenes Wissen.

In die Stille gehen bedingt, unsere eigenen Gedanken loslassen zu lernen/ können. Dies gelingt am besten indem wir unser Bewusstsein während einer Zeit (ca. 20 Minuten) auf ganzheitliche Beobachtung ausrichten. Also nur das, was wir beobachten, was in unserem Gewahr-sein ist, ist jetzt wichtig. Je intensiver wir uns dem was wir beobachten gewahr werden, desto mehr können sich unsere Alltags-Gedanken "auflösen" und es entsteht in uns so ein wunderbares, fast unbeschreibliches, wohltuendes Gefühl des inneren Friedens. Wenn wir täglich während ca. 30 Tagen unser Bewusstsein jeweils ca. 20 Minuten auf dieses "Beobachten" ausrichten,  entsteht in uns eine Gelassenheit (innerer Frieden), die auch mehr und mehr unter dem Tag (jederzeit wieder) erlebbar sein wird. Es braucht dann nur noch den Gedanken des Zulassens dieses Zustandes. Aber Achtung; es funktioniert nur, wenn wir nicht willentlich wollen, sondern wiederum (jetzt nur noch ganz kurz) ins Beobachten gehen. Dieser Zustand entsteht also ganz von selbst ohne dass wir - mit Ausnahme des Beobachtens - irgend etwas tun müssen. Quasi als Nebeneffekt erfrischt uns diese tägliche Übung (vielleicht ist es in den ersten Tagen noch umgekehrt und Sie fühlen sich müde, aber mit der Zeit wechselt dies) und es ist, wie wenn wir nach tiefem Schlaf völlig ausgeruht aufwachen.